Hier jetzt die vollständige Version. Tut mir leid, dass es so lang gedauert hat, ich hab gestern sehr doll gefeiert, obwohl ich krank bin (kein Magen-Darm!), deshalb fühl ich mich heute mies. Und ich hab keine Stimme mehr! Es gibt für mich keine größere Strafe, aber ich hab ja noch den Blog. 
Der neu hinzugefügte Teil ist fett markiert, von da an könnt ihr also weiterlesen, wenn ihr nicht von vorne anfangen wollt. Es lohnt sich aber definitiv den Rest zu lesen. Pflicht!
Da mir langweilig war, bin ich am Samstag ins Krankenhaus gefahren und habe den Ärzten bei der Arbeit zugeschaut…
Nee, leider nicht! Ich war beim Osterfeuer und hab mich mit den falschen Leuten angelegt, sodass ich mir zwei gebrochene Arme und ein blaues Auge holte. Obwohl das schon gereicht hätte, haben die Säue mich auch noch ins Feuer geschubst. Ich konnte mich noch retten, aber meine Haare sind jetzt komplett abgebrannt. Ok, das stimmt auch nicht. Sonst wüsstet ihr schon bescheid, um mich zu rächen. Außerdem kann niemand es mit mir aufnehmen!
Der Grund meines Krankenhausaufenthaltes war dennoch nicht erfreulich. Ich hatte meine Mutter und meine Schwester am Morgen in Hannover vom Flughafen abgeholt. Sie hatten gerade einen Türkei-Urlaub hinter sich. Mutter und Türkei kommt euch bekannt vor? Richtig, da ist letztes Mal ein Unglück passiert. Dieses Mal hat es etwas länger gedauert. Gittis Magen-Darm-Infekt hat sich nämlich erst in Deutschland so richtig bemerkbar gemacht. Dafür aber den ganzen Tag… Sie war voll dabei, sauber! Das macht absolut keinen Spaß, wenn man Auto fährt und einen Kotzbrocken hinter sich hat.
Zu Hause wollte sie sich erstmal ausruhen. Vielleicht legt es sich dann ja. Pustekuchen! Der Armen ging es saumäßig schlecht. Gegen halb neun sind wir dann am AKH in Celle angekommen und zwei Stunden später wieder raus. Oh Mann, war das ne lange Zeit…
Anfangs war das Warten nicht so schlimm, da ein kleines Mädchen im Wartezimmer war, die mich total toll fand. Wie süß sie mich immer angeguckt und angebrabbelt (nein, nicht angegrabbelt!) hat.
Am Besten war es aber, wenn sie mir hintergelaufen ist, weil ich z.B. zu meiner Schwester gegangen bin. Oder sie versucht hat, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ein knuddeliger Spatz! Sehr erstaunlich war für mich zu sehen, wie langsam man (sie) einen Butterkeks essen kann.
Irgendwann war das Kind aber leider weg, dann auch meine Schwester. Dafür konnte ich aber auch wieder einen Sitzplatz in Angriff nehmen. Zuvor hatte ich meinen nämlich für ältere Mitmenschen hergegeben. Insgesamt haben ich ihn drei Mal angeboten. Es war aber auch viel los… Meine Herren!
Die Luft wurde immer schlechter und ich hörte einfach nichts von meiner Schwester. Dann nervte mich noch eine junge Familie, die keine Ahnung hatte, wie man Kinder erzieht. Das tat mir echt weh! Also ich würde meinem Kleinkind (es war Ich würde ihm überhaupt kein Handy geben!!! Als es trotz Handy weiter heulte, gab der Vater ihm ein zweites. Suuuuuper! Das Kind hat auch schön dran rumgenuckelt… Ich wäre am liebsten aufgesprungen und hätte die Handys in den Müll geworfen. Ich köchelte vor Wut. Denn Kinder brauchen Liebe und nicht immer nur Spielzeug, Spielzeug, Spielzeug. Es wäre sicher zur Ruhe gekommen, wenn Mama oder Papa es auf den Arm genommen, geknuddelt und mit beruhigender Stimme auf es eingeredet hätten. Dann noch ein kleines Späßchen und schon wäre die Welt wieder in Ordnung. Aber nein, es gibt Menschen, an denen geht so etwas vorbei. Die können solch einfache Dinge mit ihrem Verstand nicht mehr greifen. Bitter. An dem älteren Sohn sah man schon, was für Konsequenzen ein solches Handeln hat, er war total verblödet. Da kann man nichts anderes zu sagen.
Noch unangenehmer wurde meine Situation, weil sich langsam der qualmige Gestank des Osterfeuers im Krankenhaus breit machte. Passiert nun mal, dass Menschen, die bei einem Osterfeuer sind, ins Krankenhaus müssen (gebrochene Arme z.B.) und dann alles vollstinken. Bah! Normal wäre das gar nicht so schlimm gewesen. Aber nachdem ich im letzten Jahr den Brand an unserer Tankstelle miterlebt habe und anschließend ins Krankenhaus gefahren wurde, weil ich starken Reizhusten hatte und mein Blut getestet wurde, nehme ich solche Gerüche ganz anders auf. Als ich im Wartezimmer saß, wurde ich so schon zu sehr an diesen Abend erinnert, weil ich in diesem Raum nachts auf meine Blutwerte wartete. Und da hatte ich meine verrauchte Arbeitskleidung an und es war quasi ein Deja-Vu, nur dass ich eben nichts gesehen hab (vu), sondern die Situation noch einmal nachgerochen hab. Es war sehr krass, was das in mir ausgelöst hat. Ich war vollkommen nervös und fühlte mich so unsicher. Mein Adrenalinspiegel ist erheblich gestiegen. Ich war hochsensibilisiert für Gefahr. Aber ich hockte einfach nur in dem Wartezimmer und es war öde. Das war ein seltsamer Trip. Ich hätte nie gedacht, dass ich durch einen Geruch so austicke. Wir unterschätzen die meisten unserer Sinne eben, weil wir uns so sehr auf das Sehen konzentrieren. In meinem inneren Auge habe ich die Situation natürlich auch wiedergesehen, aber es war der Gestank, der mich so unruhig werden ließ.
Als ich meine Schwester wiederhatte, wollte ich verständlicherweise sofort weg, raus aus diesem Duft. Damit auch die Gedanken endlich aus meinem Kopf verschwinden konnten. Aber ich musste noch schnell etwas essen, weil ich riesen Hunger hatte (schon bevor wir ins Krankenhaus los sind). Bei Subway hab ich ein riesen Sandwich geholt. Auf dem Weg vom Auto zum Laden und wieder zurück bin ich gerannt, damit ich so schnell wie möglich wieder eine freie Nase bekomme.
Zu Hause habe ich mich nur noch aufs Sofa gelegt und Fernsehen geguckt. Ablenkung war angesagt… Die Luft im Wohnzimmer war mies, aber keine tausend Pferde hätten mich dazu gebracht, das Fenster zum “Lüften” zu öffnen.


10. April 2007 um 18:27 |
Verflixt und Zugenäht! Warum verschluckt WordPress bei tollen und langen Beiträgen immer die Hälfte?
Ich hab jetzt leider keine Zeit mehr, um das Ganze zu vervollständigen, weil ich gleich Besuch bekomme. Ich hole das nach, leider erst morgen. Sorry!
10. April 2007 um 18:32 |
hab mich schon gewundert wo der Rest ist…
finde den Anfang geil… hatte mich schon gefragt wie du mit zwei gebrochenen Armen geschafft hast so einen Artikel zu schreiben…
12. April 2007 um 10:54 |
“An dem älteren Sohn sah man schon, was für Konsequenzen ein solches Handeln hat, er war total verblödet. Da kann man nichts anderes zu sagen.”
Herrlich
)
12. April 2007 um 19:02 |
Bei dir muss man so etwas zum Glück nicht befürchten. Ich traue dir zumindest keine so große Dummheit zu, auch wenn du ein Mann bist…
12. April 2007 um 19:09 |
@ Tomson: Ich könnte auch mit zwei gebrochenen Armen bloggen ohne jeglichen Fingereinsatz. Man nehme einen Stift in den Mund und tippe auf den Tasten rum, oder auch die Nase, aber bei meiner Erkältung wäre das keine gute Idee.
Ich lerne momentan total gut, wie es ist auf etwas zu verzichten, was man sehr oft gebraucht. Man muss wirklich nur mal umdenken. Heute habe ich in der Mensa mein Essen bestellt ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen. Dabei hatte ich ganz schön viele Extra-Würstchen und habe der Bediensteten auch noch mein Leid geschildert.
Beim Arbeiten ging es auch mehr oder weniger mit der Verständigung… Mein neuer Feind: GEGENSPRECHANLAGEN! Die haben mich heute fertig gemacht. Puh.
“WER ist da?” “WAS haben Sie gesagt?” “Hallo, hallo?”
Da kann ich nicht mit Händen und Füßen reden, schade.
13. April 2007 um 14:21 |
Ich hab mal dein Fettnäpchen hier beendet. Du hattest am Ende des Textes den Befehl für fett nicht zugemacht, sondern nochmal aufgemacht. Hab das nun korrigiert, so dass der fette Text am Ende des Beitrags aufhört.
13. April 2007 um 21:36 |
Ich hab auch versucht, da was zu ändern. Aber Frauen und Technik… Naja.
Dankeschön, großer Bruder!